Weidlinger S, Niggli A, van Trotsenburg M, Feil K, Weidlinger C, Vidal A, Gulz M, Pape J, Laue J,
Leeners B, von Wolff M, Karrer T, Camastral-Urech K.
Prevalence and clinical course of pelvic pain among transmasculine individuals on gender-affirming testosterone: a systematic review and meta-analysis. eClinicalMedicine. 1. Oktober 2026;100:104233. doi:10.1016/j.eclinm.2026.104233
Beckenschmerzen bei Transmännern weit verbreitet - wegen Testosterontherapie
Diese systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse zeigt erstmals: Beckenschmerzen (pelvic pain) betreffen etwa 39 % aller Transmänner unter Testosterontherapie – deutlich mehr als bei Cis-Frauen (5–25 %).
Schmerzen können mit Hormontherapie beginnen
Bei 31 % der zuvor beschwerdefreien Personen traten die Schmerzen erst nach Beginn der Hormontherapie auf.
Die Schmerzen bleiben
Bei Personen mit bestehenden Schmerzen blieben diese bei 72 % auch unter Testosteron bestehen; nur 26 % berichteten von einer Besserung.
Schmerzen häufiger nach chirurgischer Geschlechtsangleichung
Chirurgische Kohorten: In operierten Studiengruppen lag die Prävalenz sogar bei 50 %.
Fazit: Die Annahme, eine testosteronbasierte Hormontherapie schütze vor Beckenschmerzen, ist widerlegt. Es braucht eine proaktive klinische Abklärung, geschlechterreflektierende Versorgungsangebote und weitere Forschung zu den biologischen und psychosozialen Ursachen.
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